Was beschreibt die Viskosität?
Viskosität bezeichnet den Fließwiderstand eines Öls. Motoröle werden bei sinkender Temperatur zähflüssiger und bei steigender Temperatur dünnflüssiger. Die SAE-Klassifikation ordnet das Verhalten anhand definierter Prüfbedingungen ein.
Die Winterklasse beschreibt Anforderungen an das Verhalten bei niedrigen Temperaturen.
Die zweite Klasse beschreibt Anforderungen an die Viskosität bei hohen Temperaturen.
Die Zahl vor dem W
Das W steht für Winter. Eine niedrigere Winterklasse ist für Prüfungen bei tieferen Temperaturen vorgesehen. Die Zahl ist keine Temperaturangabe in Grad Celsius und keine allgemeine Mindesttemperatur für jedes Fahrzeug.
Die Zahl nach dem W
Die zweite Zahl bezeichnet einen Viskositätsbereich im warmen Zustand. Zu den Anforderungen gehören auch Prüfungen bei hoher Temperatur und Scherbeanspruchung. Ein 5W-30 und ein 5W-40 teilen die Winterklasse, unterscheiden sich aber in der Hochtemperaturklasse.
Keine Qualitätsrangfolge
Eine höhere oder niedrigere SAE-Zahl macht ein Öl nicht grundsätzlich besser. Zwei Öle gleicher Viskositätsklasse können unterschiedliche Leistungsanforderungen erfüllen. Wählen Sie deshalb die vorgeschriebene Klasse zusammen mit der erforderlichen Spezifikation und Freigabe.
Pauschale Zeiten, bis ein Öl nach dem Kaltstart jede Schmierstelle erreicht, lassen sich aus der SAE-Klasse allein nicht ableiten. Motorbauart, Temperatur und Betriebsbedingungen spielen ebenfalls eine Rolle.
Quellen und weiterführende Informationen
- DIN: Ergebnisse der Normungsarbeit
- ACEA: Oil Sequences 2023
- API: Engine Oil Licensing and Certification System
Redaktionsstand der ergänzenden Grundlagen: Oktober 2026. Der Datenstand der bestehenden Produktlisten bleibt davon unberührt.
